Akupunktur

Die Akupunktur ist eine der wichtigsten Behandlungsmethoden der TCM. Dazu gehört die Vorstellung, dass der Körper von der Lebensenergie Qi durchströmt wird, die in genau definierten Leitbahnen, den so genannten Meridianen fliesst. Auf den Meridianen befinden sich zahlreiche Punkte, über die das Fliessen des Qi beeinflusst werden kann.
Bei der Akupunktur werden haardünne, verschieden lange Nadeln in bestimmte Punkte entlang der Meridiane gesetzt. Dies erfolgt stets streng individuell, den Symptomen und Beschwerden des Patienten genau entsprechend. Die so erreichte Stimulation wirkt auf verschiedene Weise auf das Qi ein: sie kann eine mögliche Blockierung des Qi auflösen, den Qi-Fluss stärken oder einen Überfluss des Qi ableiten. Der Einstich ist in der Regel schmerzlos.
Die Akupunktur vermag Krämpfe zu hemmen und den Druck innerhalb der Organe und des Gewebes zu reduzieren. Sie kann den Kreislauf anregen, die Durchblutung fördern, den Druck von Gewebe auf Nerven lösen und verletztes Gewebe rehabilitieren. Auf diese Weise können auch Schmerzen gestillt werden.Somit kann die Akupunktur nicht nur wirkungsvoll Schmerzen lindern, sondern auch die Funktionen des Körpers aktivieren.
Die moderne wissenschaftliche Forschung hat bewiesen, dass die Akupunktur die Funktion der Zangfu-Organe (Speicher- und Hohlorgane) verbessern, das Immunsystem stärken, die Funktionen des Nervensystems regulieren, die Blutzirkulation fördern, den Fluss des Qi aktivieren und das Gleichgewicht der inneren Sekretion aufrechterhalten kann.
Chinesische Kräutertherapie (Phytotherapie)

Die Pflanzenheilkunde oder Phytotherapie gehört ebenfalls zu den wichtigsten Therapieformen der TCM.
Die chinesischen Heilmittel werden den strengen Prinzipien der TCM entsprechend ausgesucht, hergestellt und eingesetzt. Die meisten chinesischen Arzneien sind pflanzlichen Ursprungs, aber vereinzelt werden auch mineralische Stoffe verarbeitet. Insgesamt stehen mehrere tausend Substanzen zur Verfügung.
Bei den in unserer Praxis verschriebenen Kräutertropfen handelt es sich um Mischungen, die der behandelnde Therapeut auf die individuellen Beschwerden oder Symptome des Patienten abgestimmt zusammengestellt hat. Die Tropfen werden im TCM-Labor der Apotheke Dr. Noyer an der Marktgasse 65 in Bern hergestellt. Die Mischungen können in der Apotheke gegen Rezept abgeholt und direkt vor Ort bezahlt werden.
Bei Fragen zur Herstellung fragen Sie nach unserer Phytotherapie-Broschüre oder wenden Sie sich bitte direkt an die Apotheke Dr. Noyer. Tel. 031 / 326 28 28
Preisliste für Kräutertropfen
50 ml CHF 38.00
100 ml CHF 62.00
200 ml CHF 121.00
250 ml CHF 153.00
Tuina-Massage
Die Tuina-Massage ist eine Ganzkörpermassage, bei der verschiedene Massagetechniken zum Einsatz kommen. Sie bedient sich vor allem zweier Handbewegungen, dem Tui (Schieben) und dem Na (Kneifen). Mit diesen und anderen speziellen Handtechniken wie dem Streichen, Drücken, Reiben, Klopfen, Klatschen und Vibrieren werden der jeweiligen Diagnose entsprechend die Meridiane und einzelne, bestimmte Akupunkturpunkte beeinflusst. Wenn indiziert, werden im Anschluss an die Massage mit manueller Technik Gelenk- und Muskelblockaden gelöst.
Tuina ist besonders wirksam bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, bei Rückenschmerzen, Arthrose, Migräne, als unterstützende Therapie nach einem Schlaganfall, nach Verletzungen oder bei Muskelverspannungen. Sie kann auch genutzt werden, um innere Disharmonien positiv zu beeinflussen.
Schröpfen

Beim Schröpfen werden spezielle Glaskugeln unterschiedlicher Grösse verwendet. Die Luft innerhalb der Schröpfgefässe wird kurzzeitig erwärmt, wodurch im Glas ein Unterdruck entsteht. Die Gläser werden anschliessend schnell auf die Haut gedrückt, wo sie sich festsaugen und dabei die Haut nach oben ziehen.
Dieses schmerzlose Verfahren fördert die Durchblutung und die Entschlackung der oberen Hautschichten und der behandelten Muskeln. Darüber hinaus werden der Stoffwechsel und das Immunsystem angeregt.
Schröpfen wird hauptsächlich bei Muskelverspannungen, Migräne, Rückenschmerzen und Atemwegserkrankungen angewendet.
Elektroakupunktur

Die Elektroakupunktur eignet sich besonders gut zur Linderung von akuten oder chronischen Schmerzen. Hierbei werden die bereits in die Haut gesetzten Akupunkturnadeln mittels elektrischen Kabeln miteinander verbunden und unter leichte Spannung gesetzt.
An den behandelten Stellen wird ein leichtes Kribbeln und Klopfen spürbar. Die leichten Stromimpulse unterstützen und verstärken die Wirkung der Nadeln. Diese Methode kann auch eingesetzt werden, um eine lokale Betäubung zu erreichen.
Moxibustion

Bei der Moxibustion werden bestimmte Akupunkturpunkte oder ganze Hautzonen mittels Abbrennen von Beifuss (Folium Artemisiae Vulgaris oder Ai Ye) erwärmt. Dabei werden aus Beifuss kleine Kügelchen oder zigarrenartige Stängel (Moxa) geformt, die über jene Punkte oder Hautpartien gehalten werden, welche mit Wärme gereizt werden sollen.
Die Moxibustion wirkt tonisierend auf die behandelten Stellen, indem sie die Durchblutung und Entschlackung fördert.
Ohrakupunktur

In der Ohrmuschel liegen dicht nebeneinander ungefähr 150 Akupunkturpunkte, die jeweils einem bestimmten Bereich der Anatomie (z. B. Schulter, Rücken etc.) oder einem bestimmten Organ des Körpers zugeordnet werden.
Durch die Stimulation dieser Punkte können die einzelnen Bereiche oder Organe positiv beeinflusst und stimuliert werden, mit dem Ziel, Energieblockaden nachhaltig aufzulösen.
Hierfür kleben die Therapeuten einzelne Samen der Kuhnelke (Vaccaria hispanica oder Wang Bu Liu Xing auf Chinesisch) mit einem kleinen Pflaster auf all jene Punkte, welche sie den individuellen Symptomen und Beschwerden entsprechend ausgewählt haben.
Diese Punkte sollten dreimal täglich während fünf Tagen massiert werden (bitte nicht reiben!). Am fünften Tag können die Samen entfernt werden. Die Pflaster können ohne Probleme mit Wasser in Kontakt kommen.
Besondere Erfolge erzielt man mit der Ohrakupunktur bei der Linderung von Schmerzen aller Art, bei der Behandlung von chronischen Erkrankungen wie Asthma und Gastritis und als unterstützende Therapie bei der Rauchentwöhnung.

